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Wer kann eine freie Trauerrednerin beauftragen?

Jeder und zwar unabhängig von einer Religionszugehörigkeit. 


Was sind die Vorteil einer freien Rednerin/freien Theologin?

Unabhängigkeit.

Vorgegebene Abläufe wie etwa bei einer christlichen Trauerfeier mit Pfarrer sind nicht vorhanden und unangenehme Überraschungen sollte es auch nicht geben, da der Inhalt und Ablauf der Rede detailliert abgesprochen werden.

Ich von meiner Person aus kann sagen, daß ein würdevoller Abschied immer im Vordergrund steht. Dazu gehört es unbedingt die Wünsche der Verstorbenen oder Angehörigen zu respektieren. Dazu gehört auch, daß alles was ich anvertraut bekomme meiner Verschwiegenheit unterliegt.

Was nicht erwähnt werden soll, wird nicht erwähnt. 

Ablauf, Gestaltung, Blumenschmuck, Musik, Glockengeläut, Ansprachen usw. es liegt soweit möglich in der Hand der Angehörigen.

Ungewöhnlich heißt nicht weniger würdevoll, modern ist nicht zwingend pietätlos. Es kommt immer auf die Art und Weise der Ausarbeitung an.

Und hier gibt es viele Möglichkeiten.

Dazu kommt noch, daß freie Redner in der Regel über ein breites Wissensspektrum aus den Bereichen Theologie, Humanismus, Pädagogik, Seelsorge und Beratung verfügen. Oft sind aus unterschiedlichsten Bereichen praktische Erfahrungen vorhanden, so daß sich der Redner optimal auf die jeweilige Situation einstellen kann.

 

Wie finde ich die Trauerrednerin meiner Wahl?

Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten sich zu informieren.

Neben dem Bestatter Ihrer Wahl, der sicher eine Auswahl an freien Rednern nennen kann, besteht die Möglichkeit sich im Bekanntenkreis oder dem näheren Umfeld zu informieren. Das Internet bietet ebenso die Möglichkeit der Recherche. Manchmal kann man auch auf dem Standesamt oder dem Friedhofsamt (je nachdem wer zuständig ist) Adressen von Rednern erhalten.

Haben Sie Kontaktdaten erhalten, rufen Sie zunächst die Redner an und fragen unverbindlich nach den Möglichkeiten der Gestaltung, dem Umfang der Dienstleistung und den Kosten. Eine Entscheidung müssen Sie jetzt noch nicht treffen. Wenn Sie kein gutes Gefühl haben, suchen Sie weiter. Und denken Sie daran, nur weil Ihnen jemand empfohlen wurde müssen Sie nicht zusagen. Auch dann nicht wenn der Bestatter Ihnen keine Alternative nennen kann. Sie alleine haben die freie Wahl, es ist Ihre Entscheidung. Eine Trauerfeier oder Beisetzung ist nicht wiederholbar. Auch wenn oft die Zeit drängt, sollten Sie zwar zügig aber in aller Ruhe Ihre Entscheidung treffen.

 

Wie wird die Trauerfeier gestaltet?

Im Prinzip läuft sie ähnlich wie eine rituelle religiös geprägte christliche Trauerfeier ab und kann auch auf Wunsch religiös geprägt sein, muß es aber nicht. Viele Gestaltungswünsche sind möglich, solange die Trauerfeier würdevoll begangen wird.

Ich biete mehrere Varianten in Absprache mit den Angehörigen an.

Enthalten sein können z.B. Eingangsworte, Begrüßung, Lebenslauf, die Trauerrede an sich, auf Wunsch das Glaubensbekenntnis, ein Psalm, das Vater Unser, das Gegrüßet seist du Maria, ein Segensspruch, eine Fürbitte, ein Moment der Stille.  Symbolische Handlungen sind möglich wie das entzünden einer Kerze oder eines Teelichtes durch die Trauergemeinde oder eine nahe stehende Person, das Abbrennen von Weihrauch, spezielle Lieder oder das gemeinsame Singen. Außerdem können auch die Angehörigen oder Freunde selbst aktiv an der Trauerfeier teilnehmen.


Kann ich die Urne selbst tragen?

Wenn Sie das wünschen - ja. Bedenken Sie aber Ihre eigene Belastbarkeit am Tag der Beisetzung.


Kann ich selbst ein paar Worte sprechen?

Selbstverständlich - persönliche Worte während einer Trauerfeier/Beisetzung sind immer etwas Besonderes.  Aber auch hier sollten Sie Ihre eigene Belastbarkeit überdenken. Es besteht immer auch die Möglichkeit persönliche Worte zu verfassen und dann vom Redner vorlesen zu lassen.

Eine vorherige Absprache über den Inhalt ist in jedem Fall sinnvoll um sich abzustimmen und Dopplungen zu vermeiden.


Müssen die Lebensdaten und der Lebenslauf des Verstorbenen verlesen werden?

Prinzipiell nein.

Ich bin der Auffassung, daß Familienangehörige, Freunde und Bekannte ohnehin die Lebensumstände kennen. Ein Vorlesen der persönlichen Daten halte ich deshalb für nicht zwingend notwendig. Es kann aber auch gewünscht sein einen Lebenslauf mit einzubinden. Auch das wäre denkbar. Von meiner Seite aus verlese ich lediglich den kompletten Namen des Verstorbenen, sowie Geburtsdatum und Sterbedatum zu Beginn der Trauerfeier. Aber sollte ein Sterbedatum z.B. bei einem Suizid nicht genau bekannt sein, so läßt sich auch eine andere Lösung finden.


Kann die Rede auch ohne Pfarrer einen christlichen Bezug haben?

Aus meiner Sicht selbstverständlich ja, wenn es Ihr Wunsch ist. Ich persönlich habe auf Grund meiner Lebensgeschichte, meines Glaubens und meiner Ausbildung kein Problem damit und kann Trauerfeiern komplett neutral, weltlich oder auch eben christlich oder mit religiösem Bezug gestalten.

 

Sind ein Vater Unser und ein Segensspruch möglich?

Ja, wenn es Ihr Wunsch ist.


Ist eine Rede auch komplett ohne christlichen Bezug möglich?

Auch hier richte ich mich nach Ihren Wünschen. Im Gegensatz zu Kollegen brauchen Sie keine Befürchtung haben, daß doch ein Gebet gesprochen wird auch wenn es nicht gewünscht war. 

Bei den Einrichtungen der Trauerhallen sind allerdings Umgestaltungen nicht möglich.


Wie kann ich eine Beisetzung auf den engsten Familienkreis begrenzen?

Wenn Sie eine Beisetzung im engsten Familienkreis wünschen, sollten Sie das unbedingt umgehend Ihrem Bestatter mitteilen und auch auf eine Zeitungsanzeige verzichten.  Damit bleibt der Termin unbekannt. Auch auf Nachfragen bei der zuständigen Behörde wird dann keine Auskunft gegeben.

Sie können nach der Beisetzung eine Zeitungsanzeige aufgeben mit dem Hinweis auf den engsten Familienkreis. 

Bedenken Sie aber, es gibt immer Menschen die dem Verstorbenen nahe standen und die auch gerne Abschied nehmen würden.


Können auch kleinere Kinder an einer Trauerfeier teilnehmen?

Ja bzw. warum nicht? Kinder gehören zur Familie und möchten auch Abschied nehmen. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht. 

Bei einem Säugling sollten Sie keine Angst haben, daß er vielleicht die Zeremonie stört. Kleinere Kinder beziehe ich gerne in die Trauerrede mit ein und spreche sie damit direkt an.  Sie haben dann das Gefühl auch dazu zugehören. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie darüber. Kinder gehen mit dem Tod häufig viel unbefangener um und akzeptieren bzw. arrangieren sich mit den Gegebenheiten.


Kann ich meinen Hund zur Trauerfeier mitbringen?

Im Friedwald und Ruheforst kein Problem, hier sind Hunde häufig dabei. Auf städtischen Friedhöfen sollte dies aber besser im Vorfeld abgeklärt werden.


Muß ich unbedingt "schwarz" tragen?

Nein. Trauer drückt sich nicht alleine durch das Tragen von schwarzer Kleidung aus. Die Farbe schwarz hat in historischem Zusammenhang eine Bedeutung, die heute so nicht mehr "gepflegt" wird. 

Wenn Sie möchten, daß die Trauerfeier/Beisetzung "farbenfroher" ist, so läßt sich auch dies im Vorfeld abklären.  Häufig wird in der Todesanzeige mit einem Satz auf gewünschte "Straßenkleidung" oder "Sommerkleidung" hingewiesen.